Der Pferdesport erfreut sich seit Langem großer Beliebtheit. Er steht als Oberbegriff für verschiedene Teilbereiche, die jedoch alle mit einem Pferd als Partner betrieben werden. Hierbei sind die Sparten Reitsport, Voltigieren, Fahrsport und Bodenarbeit zu nennen.

Des Weiteren werden im Pferdesport die Wettkämpfe als Turniere bezeichnet, beispielsweise Reitturniere.

Reitsport

Reitsport bedeutet immer eine aktive Form der Beschäftigung mit dem Tier. Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten. Einige davon werden in diesem Artikel aufgeführt.

Der aktive Sportreiter geht mit den Bewegungen des Pferdes mit. Sie werden jedoch von ihm willentlich beeinflusst, das heißt, das Pferd wird durch Schenkeldruck und Gewichtsverlagerung geführt. Ebenso bestimmt der Reiter Tempo, Gangart und Richtung. Auch Gerte, Sporen und Kandare sind erlaubte Hilfsmittel. Mit Ausnahme des Voltigierens gibt es keine Geschlechtertrennung, auch bei den Tieren nicht. Diese werden jedoch in Pferde und Ponys unterteilt, ebenso in unterschiedliche Größen.

Bereiche des Reitsports

Dressurreiten: Dressurarbeit am Pferd bildet den Grundstock für alle Reitdisziplinen. Dabei wird das Pferd in seinen natürlichen Bewegungen aus- und weitergebildet. Die jungen Pferde werden zunächst angeritten und ausgebildet. Zum Schluss wird das Ausführen der bekannten Dressurlektionen geprüft.

Springreiten: Beim Springreiten muss der Reiter Hindernisse zu Pferde überwinden. Dies erfordert Geschicklichkeit, Rhythmusgefühl und Balanciervermögen, damit das Pferd die Hindernisse perfekt nehmen kann.

Jagdreiten: Beim Jagdreiten wird in Jagdfeldern auf Gelände geritten, das mit natürlichen und angelegten Hindernissen präpariert ist. Es wird dabei jedoch kein Wild gejagt.

Freizeitreiten: Freizeitreiter bilden die größte Gruppe. Hierbei spielt Harmonisches Reiten eine große Rolle. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist vorrangig. Die Pferde werden oft in einem Offenstall gehalten und nehmen kaum an Turnieren teil.

Neben den verschiedenen Reitsportarten gibt es auch die Gangprüfungen. Hier wird die Ausdruckskraft der Gangarten Tölt, Pass und ihre Variationen bewertet.

Den Unterschied zu allen aktiven Reitsportarten bildet das sogenannte touristische Reiten, bei dem man sich nur vom Pferd tragen lässt.